Pyrrolurie, genau gesagt HPU, ist eine Erkrankung, die mit der Überproduktion der sog. Pyrrole im Körper einhergeht. Klar abzugrenzen ist sie von der KPU.
Bei der KPU-Messung werden sogenannte Kryptopyrrole gemessen. Hier wird angezeigt, wie hoch die gesamte Ausscheidungsmenge der Pyrrole ist. Pyrrole können auch aus anderen Gründen entstehen: Fehlbesiedlung im Darm, Giftstoffe oder durch bestimmte MEdikamente.
Bei der HPU-Messung werden die Hämppyrrollaktam-Komplexe gemssen und damit kann die Stoffwechsel- und Entgiftungsstörung wesentlich genauer gemessen werden
Pyrrole sind ein Nebenprodukt der Hämoglobinsynthese (roter Blutfarbstoff) und sie werden normalerweise mit dem Urin ausgeschieden. Bei Personen mit HPU werden sie übermäßig produziert und sie binden an Vitamin B6 (Pyridoxin) und Zink, was zu einem Mangel an diesen Nährstoffen führt. Diese sowie einige weitere Nährstoffe (z.B. Mangan) stehen damit dem Körper für zahlreiche andere Prozesse nicht mehr zur Verfügung, sodass es zu Störungen in zahlreichen Organ- und Regulationssystemen kommen kann.
... zeigen sich sehr unterschiedlich sein und können u.a. Folgendes umfassen:
Zum Glück treten bei den Betroffenen nicht alle diese möglichen Symptome auf. Doch es lohnt sich, genau hinzuschauen.
Für eine erste Einschätzung kann dieser Fragebogen dienen: Fragebogen HPU
Nachweis der HPU erfolgt über einen Urintest. Das Testset ist über meine Praxis erhältlich. Ergänzt wird dieser durch Laborwerte aus dem Blut, um die vorliegenden Nährstoffmängel aufzuspüren.
Zur Therapie gehören im wesentlichen diese Elemente:
Es ist wichtig zu beachten, dass HPU eine umstrittene Diagnose ist und in der Schulmedizin nicht allgemein anerkannt ist.